canteatro

canteatrocanteatro ist einer der Gründungspfeiler von musik erlaubt!

Die freie Operntruppe unter der Leitung von Feline Lang gab dem Projekt nicht nur eines seiner vielen Gesichter, sondern ermöglichte auch die Gründung des Vereins con passione e.V. und viele kulturpolitische Kontakte.

Das ehemalige Theater canteatro ist heute das „Kulturhaus Kili“. Nach wie vor finden hier Musik, Theater und Kunstprojekte statt.

Unsere Opern aber haben eine neue Form angenommen: die Band „Feline & Strange“ um Feline Lang und Christoph Klemke. Keine Opern mehr, sondern eigene Kompositionen, aber im gewohnt theatralischen Stil, mehr als Musik: Musiktheater. Aliens, Klavier und Cello, Ballkleider und Korsetts, und der Irre mit der Fliegermütze: alles wie gewohnt, und ganz anders…


 

Hier die Geschichte canteatro’s:

OPERN

DON QUIJOTE oder Das Leben ist Schön – Multimediamärchen nach Massenets Oper mit interaktiven Animationen, Metallkunst, Kammerorchester und großen Stimmen.

MUSIKBOX – Opern-Theatersport mit Lachgarantie! Bestimmen Sie das Programm aus Ihren Lieblingsarien und nerven Sie die Sänger mit Hinderniskärtchen.

DER KLEINE OPERNFÜHRER – Opernparodie – Premiere mit Hindernissen und sowohl sehr moderner Oper als auch den Best of Oper.

CARMENflamencopera – Bizets Oper in Flamencobearbeitung

ASCHENPUTTEL oder Rock´n´Rossini – Rossinis „La Cenerentola“ als quietschbunte Familiencomedy (ab 5 Jahre) mit Rockband und der Gutesten Fee der Welt

LA PERICOLA operette salsahaltig – Offenbachs Operette „La Perichole“ als durchgeknalltes Salsa-Slapstick-Musical mit vorlauter Salsacombo und einer Menge Bananen

FRANZISKA oder Wird schon – URAUFFÜHRUNG! – Jazz-Operette von Maximilian Meischke, entstanden in Kriegsgefangenschaft.

PRESSE

Die Berliner Zeitung bezeichnet unser Theater am 19.11.08 als proletarische Fabrikromantik. „Der kleine Opernführer“ sei spritzig zusammengestellt und widersetze sich herkömmlichen und sonst stets automatisch zitierten Theater-Manieren. Es sei eine Verballhornung konventionellen Musiktheaters, witzig arrangiert, die in ihrem Scharfsinn jede Existenzberechtigung von Low-Budget-Produktionen bestätige. Denn dieses Genre sei das Ergebnis künstlerischer Selbstausbeutung und hemmungsloser Kreativität. Der Inhalt des Stücks: Vier Opernsänger singen sich quer durch das arrivierte Opernrepertoire und werden dabei unterstützt von einer flinken und intuitiv agierenden Pianistin. Das Stück stehe ganz in der Tradition der Backstage-Persiflage und sei ein Stück im Stück, voller Widersprüche und Missverständnisse, dazwischen Arien aus Carmen, Don Carlos und der Zauberflöte. Das Stück habe Charme; der improvisierte und humorvoll gebrochene Umgang mit Theaterklischees, wie z.B. schrullige Komponisten, zickige Sopranistinnen und geldgeile Theaterdirektoren, aus der die Opernrevue ihren trashigen Witz erhalte, untergrabe Theatergewohnheiten. Es sei canteatro gelungen, beide Gruppen zu begeistern: Opernliebhaber, und solche, die Berührungsängste mit diesem Genre haben. Es wird abschließend erwähnt, Berlin habe nun den künstlerischen Anspruch canteatros anerkannt und Stellen genehmigt. Der Autor zieht das Fazit, das Geld könne kaum besser angelegt sein.

Die Berliner Morgenpost bringt am 12.1. 08 unser „Aschenputtel“ als Kindertipp und zitiert eingangs unser Motto „Oper für alle“. canteatro habe ja mit konventionellen Opern nichts am Hut, sondern böte eine Alternative für jene, die klassische Opernaufführungen nicht mögen.  „Aschenputtel oder Rock ´n´ Rossini“ wird als moderne Operncomedy bezeichnet, denn statt reinen Gesangs setze canteatro zugunsten der Verständlichkeit Dialoge ein und setze ein musikalisches Konglomerat aus Rap und Arie um. Anstelle eines Orchesters begleite eine Band mit E-Gitarre, Klavier, E-Cello und Schlagzeug die Oper; die Band kommentiere dabei die Handlung und singe außerdem im Chor mit. Als  noch verrückter wird unser EInfall bezeichnet, den Cellisten Christoph Klemke die vertrottelte „guteste Fee“ zu verkörpern. Es wird erwähnt, daß canteatro ein kleines Theater mit nur 80 Plätzen sei und das Bühnenbild sich auf den Bereich des Wohnzimmers der Aschenputtel-Familie konzentriere, anstatt ein verkitschtes Schloss oder eine goldene Kutsche zu zeigen, denn der moderne Prinz komme im Auto. Eine strikte Trennung von Bühne und Zuschauerraum existiere nicht, denn die Darsteller mischten sich unter das Publikum und Theaterbesucher spielten mit. Es wird unser Werbetext zitiert: „Wie könnte sonst Aschenputtel die Erbsen sortieren, die Küche putzen und dennoch rechtzeitig zu Hause sein?“ Lautstark würden die Kinder im Publikum den dämlichen Diener zum Schweigen bringen und den Prinzen auf die Spur Aschenputtels bringen.

Das Neue Deutschland berichtet am 17.12.07 zum dritten Mal über den Umzug in unser neues Gelände in Lichtenberg und wünscht sich im Titel ein Neues Leben für die grauen Gebäude durch den Umzug des Musiktheaters canteatro in ein neues Domizil. Allerdings wirke alles recht improvisiert, was aber kein Wunder sei, da das kleine Theater ja schon kurz nach dem Umzug seinen Spielbetrieb wieder aufgenommen habe. Über „Aschenputtel oder Rock’n’Rossini“ berichtet die Autorin, die Zuschauer säßen auf alten Sofas und das Bühnenbild in der verarmten Baronsfamilie sei schlicht, bestehe im Wesentlichen aus einem Tisch, einer Lampe und alten Stühle. Sie beobachtet, die Kinder im Publikum hätten gespannt das witzig inszenierte Märchen verfolgt, das sich um zwei aufgedonnerte Schwestern, ihre arme Stiefschwester und einen eingebildeten Prinzen drehe. Besonders erwähnt wird Christoph Klemke als gute Fee, der sich schnell in die Herzen der großen und kleinen Zuschauer gespielt habe.

Die zitty schrieb im September 2007 über „Carmen“, daß canteatro wieder einmal bewiesen hätte, daß Operngenuß keine zeitraubende Recherche voraussetze und Spaß machen könne. Es werden häufige Lacher aus dem Publikum erwähnt durch unseren humorvollen und spielerischen Umgang mit dem Stoff. Ein deutlicher Akzent auf den Tanz wird betont, ebenso die Wohnzimmeratmosphäre unserer Spielstätte. Man bekomme Flamenco hier aus nächster Nähe zu sehen, mit anteckender Tanzlust des Ensembles. Als Fazit wird gezogen, daß nach der Aufführung mit Sicherheit -obwohl in verschiedenen Sprachen gesungen werde- selbst Opern-Laien die Handlung nacherzählen könnten.

Zuvor berichtete die Berliner Woche, daß canteatro nach neuen Räumen suche, und daß unsere Inszenierungen „Ay!Carmen“ und „La Pericola“ inzwischen große Erfolge seien. Auch die Berliner Zeitung berichtete über die Locationsuche.

Das RBB Kulturradio war am 19.2.2007 bei einer Aufführung zu Gast und berichtete, zwei 16 jährige Clubbesucher hätten erstaunt und begeistert bestätigt, Oper könne richtig gut klingen, und sie würden jetzt auf jeden Fall öfter in die Oper gehen.

Die Berliner Woche titel 2006 mit der „Carmen“ und bestätigt der Inszenierung Flamenco-Flair, sowie alles, was auch ein Hollywoodfilm zu bieten habe wie große Emotionen, jede Menge Action und spektakuläre Choreographien, und hohe Qualität,  besonders intensiv.

Unveröffentlichte Kritiken und Publikumsreaktionen per Mail, Zitiererlaubnis jeweils erteilt:

„ein vergnüglicher Abend… in der witzig-fantasiereichen Regie… . Sowohl die Einzelleistungen der Solisten wie auch die des Ensembles in hinreißend komischen Szenen bescherten dieser Premiere einen nachhaltigen Eindruck. … instrumental geschickt …in südamerikanischen Salsastil reduziert… zündende Melodien, die vom Ensemble mit sichtlicher Freude und viel Schwung dargeboten wurden. … Hauptdarstellerin Feline Lang, brillant zwischen Tragikkomik und Albernheit schwankend… Canteatro, eine Spielstätte, die man sich merken sollte.“ (Prof. Reinhard Langnickel für Neue Musikzeitung, Nov. 2006, Zitiererlaubnis erteilt)

„Das künstlerische Potential von Canteatro … liegt in der künstlerischen Ausbildung, den vielseitigen Erfahrungen und dem Enthusiasmus seiner Künstler. … Das Bühnenbild, in dem der Besucher sitzt, hat alles was es braucht, eine kurze tropische Morgendämmerung, einen schimpfenden Wirt, Tropenpflanzen und allerlei Getier. … mit kräftiger und gefühlvoller Stimme… die stark gespielt wird. …Der Typ Pianist, der, wenn es an der Bar schon hoch hergeht, noch verträumt und absolut stilsicher seine Tasten streichelt… der mit der Trompete, mit der er zusammenlebt, einfach zu Salsa und der mittelamerikanischen Straße und Kneipe dazugehört…. fantastische, begeisternde Künstler!“ (Götz Höhne für Berliner Morgenpost, Oktober 2006, Zitiererlaubnis erteilt)

„Hab mich schlappgelacht“ (Katharina Stahlenbrecher, Oktober 2006)
„Danke für die wundervolle Vorstellung… Spektakel!“ (Lucie Ahner, Oktober 2006)
„Es war eine wunderbare Vorstellung gestern! Vielen Dank! Echt Offenbach und doch etwas anderes – besonders!“ (Andreas Wölfel, Oktober 2006)
„Ich bin der Überzeugung, daß den „kleinen Opern“ gerade in Bezirken wie Prenzlauer Berg eine eigene und wichtige Zukunft gehört. Die Frage ist tatsächlich, wie nicht nur die Bezirke davon profitieren, sondern auch die Opern davon leben können. Mit Ihrem modernen, jungen und experimentellen Stil haben Sie mich mit Ihrer Carmen überzeugt. Die Vorankündigungen sehen auch gut aus!“ (Susanna Beerheide, Oktober 2006)
„Vielen Dank für dieses wundervolle Moment voller Charme und Authentizität… bravo!“ (Camille Hongler, Juni 2006)
„bin total begeistert!! Wenn ich in Berlin bin, komme ich wieder.“ (F.Roose, März 2006)
„Ich finde die ganze Inszenierung sehr stimmig und spannend. Habe das Gefühl, die Beteiligten agieren ehrlich, pur und ohne Klischees. Besonders Carmen ist sehr glaubwürdig. Sie ist sehr intensiv und schillernd. Sie ist LEBENDIG und ich finde, das will viel heißen auf einer Opernbühne. Ich mag die Improvisationen und das Tanzen und den Gesang, der immer wieder übergeht in archaisches, sehr berührendes- über Operngesang hinausgehendes ich weiß nicht was. Also, ich gratuliere und bezeuge meine allergrößte Hochachtung vor Eurem Mut, Geschmack und Stilsicherheit …“ (Monika Reidenbach, Oktober 2005)

 

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